Die diesjährigen Aktionswochen von ZUSAMMEN GEGEN RASSISMUS setzen ein kraftvolles Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung.

Rassistische Einstellungen werden immer offener ausgelebt – doch diese beunruhigende Tendenz wollen viele Weddinger*innen und Moabiter*innen nicht hinnehmen. „Zusammen gegen Rassismus“, ein breites Bündnis aus Vereinen, Organisationen und Initiativen aus Berlin-Mitte und veranstalten deswegen auch in diesem Jahr wieder seit dem 11. März die Aktionswochen gegen Rassismus in Wedding & Moabit. Ein Schwerpunkt liegt auf Veranstaltungen zu Empowerment, um sich besser gegen rassistische Ausgrenzungen wehren zu können. Ermutigender Weise waren die Workshops und Veranstaltungen bislang sehr gut besucht. Das Programm bot bereits Anti-Diskriminierungs-Workshops, ein tolles Musikkonzert mit syrischen Musikern, Theateraufführungen, Filmvorführungen, Lesungen, Vorträge und Diskussionsveranstaltungen, Argumentationstrainings gegen Rechts, einen Rap-Workshops für Jugendliche mit Rapper Matondo Castlo, Lesungen für Kinder, bunte Familiennachmittage und Führungen auf dem Deportationsweg vom Sammellager Synagoge Levetzowstr. zum Güterbahnhof Moabit. Zwar musste leider die Auftaktveranstaltung mit der diesjährigen Schirmherrin Idil Baydar aka Jilet Ayse aufgrund von Krankheit ausfallen, doch ihr Auftritt wird so bald wie möglich nachgeholt – das Bündnis freut sich, den neuen Termin in Kürze bekannt geben zu können.

Als ein besonderes Zeichen gegen Intoleranz und Rassismus wurde vom Centre Francais de Berlin und dem City Kino Wedding zum Trailerdreh eingeladen. Dieser wurde mit der Unterstützung von „Berlin gegen Nazis“ und vielen Menschen aus dem Kiez gedreht und wird im regulären Programm des City Kino Weddings laufen und auch auf Youtube zu finden sein.

Alle Weddinger*innen und Moabiter*innen sind auch weiterhin eingeladen, sich noch bis zum 24. März auf vielfältige Weise mit den Themen Rassismus, Antisemitismus, Islamfeindlichkeit, Antiziganismus , (Anti-)Diskriminierung  und Empowerment zu beschäftigen, um rassistischen Ausgrenzungen entgegenzutreten.

Das Programmheft mit alle Veranstaltungen gibt es bei allen Partner*innen.

Bei Rückfragen gern im Vor-Ort-Büro melden:

Bettina Pinzl, Lina Respondek, info@demokratie-in-der-mitte.de, 030/49500526

Zusammen gegen Rassismus ist ein Zusammenschluss vieler verschiedener Akteur*innen aus Moabit, Wedding und Gesundbrunnen, die seit 2017 die „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ in Berlin-Mitte gemeinsam gestalten. Der Gründungsimpuls kam Ende 2016 aus dem Vor-Ort-Büro „Demokratie in der Mitte“ in der Fabrik Osloer Straße e.V. und fand mit „Misch mit!“, NARUD e.V., Transaidency e.V. und dem JugendMigrationsDienst JMD des CJD im Quartier starke Kooperationspartner*innen. Durch die verschiedenen Vernetzungskreise und das Interesse in der Nachbarschaft, wuchs das Bündnis schnell auf eine Teilnehmer*innenzahl von bis zu 50 Bündnispartner*innen. Das Bündnis ist offen für alle Interessierten, arbeitet bislang mit einer Vielzahl an Projekten, Initiativen und Vereinen zusammen. Darunter sind zum Beispiel das Olof-Palme-Zentrum mit WIB e.V, das City Kino Wedding, die NachbarschaftsEtage mit der FreiwilligenAgentur und dem Familienzentrum, die Quartiersmanagements Moabit-West, Brunnenstraße und Ackerstraße sowie das Sprengelhaus…

Auch unabhängig von den Internationalen Wochen gegen Rassismus hat sich das Bündnis gegen rechte Aufmärsche positioniert oder sich bei Stadtteilfesten präsentiert. Durch die Internetauftritte von Zusammen gegen Rassismus ist darüber hinaus eine Plattform entstanden, auf der Fachtexte, Veranstaltungshinweise und weitere aktuelle Hinweise eingesehen werden können.

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NARUD e.V. ist außerdem Träger des Registers zur Erfassung rechtsextremer und diskriminierender Vorfälle im Bezirk Berlin-Mitte und erfasste 2018 allein im Bezirk Mitte 272 rassistische und 91 antisemitische Vorfälle.

https://berliner-register.de/

 

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Beitrag von:

Bettina Pinzl, Lina Respondek, James Rosalind

Demokratie in der Mitte

Vor-Ort-Büro Wedding / Moabit

Partnerschaften für Demokratie in Berlin Mitte

Fabrik Osloer Strasse e.V.

Osloer Str. 12

13359 Berlin

Telefon: 030. 495 005 26

Mobil: 0151. 279 346 82

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