Berlin hat den Internationalen Frauentag am 8. März zum gesetzlichen Feiertag erklärt. Bisher hatten die Berliner*innen mit neun arbeitsfreien Feiertagen die wenigsten aller Bundesländer. Der gemeinsame Antrag der rot-rot-grünen Regierungsfraktion wurde im Berliner Abgeordnetenhaus mehrheitlich angenommen und gilt bereits dieses Jahr. Berlin ist damit das erste Bundesland, welches den Internationalen Frauentag zum gesetzlichen Feiertag erklärt. Ebenfalls im Gespräch waren der Tag der Befreiung am 8. Mai oder der 9. November als Tag des Mauerfalls.

Der Internationale Frauentag geht auf die Konferenz sozialistischer Frauen im Jahr 1910 in Kopenhagen zurück. Initiatorin war die Frauenrechtlerin Clara Zetkin. Ausgerufen wurde der Tag zum ersten Mal 1911 und fand zunächst am 19. März statt. Eine wichtige Forderung bei den Kundgebungen in Deutschland war die Einführung des Frauenwahlrechts, welches 1918 in Kraft trat.